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Nordic Walking Strecken vermessen

Will man es genau wissen, sei es für die eigene Leistungskontrolle oder für eine Veranstaltung mit wettkampfähnlichem Charakter, so gibt es — je nachdem wie genau man es braucht — verschiedene Methoden.

1. Landkarte
Hier bieten sich die amtlichen TK 25-topographischen Karten an. Der Maßstab beträgt, wie die Bezeichnung schon andeutet 1: 25.000, d.h. 1.000 m in der Landschaft entsprechen 4 cm auf der Karte. Besser sind natürlich Karten mit noch größerem Maßstab wie Stadtpläne oder Wanderkarten mit einem Maßstab von 1:10.000. Mit einem speziellen Kartenentfernungs-messer (auch Kurvenmesser genannt) fährt man die Strecke auf der Karte ab und erhält so die Streckenlänge. Immer mindestens eine Kontrollmessung (auch die Strecke "andersherum" abmessen) machen. Genauigkeiten bis zwei Prozent sind möglich, also +/- 200 m auf 10 km.

2. Fahrrad
Als Kontrollmöglichkeit zu 1. oder auch als eigenständige Messmethode kann man die Strecke mit dem Fahrrad abfahren. Voraussetzung ist ein geeichter Tachometer. Die Eichung kann man vom Fahrradfachhandel überprüfen lassen oder selbst durchführen, indem man eine Strecke, deren Länge genau bekannt ist, abfährt.

Falls erlaubt, bietet sich zum Beispiel ein Stadionrund (400 m im Abstand von 30 cm vom Innenrand) an. Die Strecke mehrfach unter möglichst gleichen Bedingungen (derselbe Fahrer, denselben Weg) abfahren und aus den Ergebnissen einen Mittelwert bilden.

So kann man erkennen, wie groß die Abweichung des Tachos zur Realität ist und kann dann hochrechnen. Noch genauer wird es, wenn man (auch jeweils mindestens zweimal) direkt vor und nach dem Abfahren der langen Strecke die kurze Teststrecke abfährt und die jeweiligen Ergebnisse zueinander ins Verhältnis setzt.
Genauigkeiten bis 99,5% können so auf ebenen, asphaltierten Strecken erreicht werden.

3. Maßband
Nicht unbedingt für die Vermessung einer Marathonstrecke geeignet, für kurze Strecken kann sich der Aufwand lohnen. Messgenauigkeit: 99,9% (also 1 m auf 1.000 m), wenn man ein 50 m Stahlband, straff und nicht verdreht, bei einer Außentemperatur von ca. 18°C verwendet.

4. Messrad
Geeichte Messräder, wie sie von den Vermessungsämtern, der Polizei und auch Baufirmen verwendet werden, bringen es auf eine Genauigkeit von ca. 99,5%, wenn der Boden nicht zu uneben ist, da auch relativ kleine Unebenheiten als Strecke gemessen werden.

5. Computer
Im Buchhandel erhältlich sind CD-ROMs mit amtlichen topographischen Karten der einzelnen Bundesländer im Maßstab 1:50.000. Zumindest einige Landesvermessungsämter vertreiben diese Karten auf CD auch im Maßstab 1:25.000. Mit der Maus fährt man die gewünschte Strecke ab und kann sich anschließend eine Karte mit der markierten Strecke ausdrucken.

6. Reiseroutenplaner
Im Internet gibt es verschiedene Routenplaner (z. B. Google Maps), die man gut nutzen kann, wenn man mit einer Straßenroute ohne Feld- und Waldwege auskommt.

7. GPS
Nicht nur für Schiffe, Flugzeuge oder Autos gibt es inzwischen bezahlbare Navigationssysteme, sondern auch für Einzelpersonen. Sie sind etwas größer und schwerer als ein Handy. Man kann eine Strecke mit einer Genauigkeit von ca. 99,5% vermessen. Die Geräte kosten um die 200 €.

8. Offizielle Vermessung
Offizielle Vermessung regelt Deutschen Leichtathletik Verband. Über die Landesverbände des Deutschen Leichtathletik Verbandes können befugte Vermesser angefordert werden. Die geplanten Strecken müssen bestimmten Anforderungen genügen. Für eine offizielle Vermessung sind nicht unerhebliche Vorarbeiten zu leisten. Sie sind aber erforderlich, wenn die Strecken für offizielle Wertungen genutzt werden sollen.

Bei offiziell vermessenen Strecken wird ein Sicherheitsfaktor eingebaut. Bei einer Vermessung mit dem "Jones-Counter" beträgt er 0,1% der Gesamtstrecke. Eine Marathonstrecke beträgt also nicht exakt 42,195 km, sondern durchaus 42,237 km. Nähere Informationen erhalten Sie über die Landesverbände des Deutschen Leichtathletik Verbandes.

9. Schrittzähler
Für wenig Geld gibt es Schrittzähler, die man sich an den Hosenbund hängt. Abhängig von Schrittlänge, Alter, Gewicht und unterschiedlichen weiteren Kriterien werden Distanz und Kalorienverbrauch berechnet. Diese Geräte sind recht ungenau (10-20% Abweichung) , allein schon wegen der Schrittlänge, die ja sehr unterschiedlich sein kann. Aber um zu sehen, ob man nun ca. 8 oder aber 10 km gewalkt ist, reichen sie schon aus.